Das Anseilen nur mit Sitzgurt ist die heute am weitesten verbreitete Methode. Obwohl man sie eigentlich
überall antrifft, unterliegt sie doch einigen Einschränkungen. Der Anseilpunkt fällt
fast mit dem Schwerpunkt des Körpers zusammen. Daher gibt es kein aufrichtendes Moment.
Die größte Gefahr ist das Hängen kopfüber nach dem Sturz. Daher sollte diese
Methode in folgenden Fällen NICHT angewendet werden:
- schwerer Rucksack
- Übergewicht
- Becken schmaler als Taille (Gefahr des Herausrutschens)
- Kinder (andere Proportionen als Erwachsene)
- man plant, längere Strecken am Seil aufzusteigen (prusiken, jümarn)
In diesen Fällen muß auf jeden Fall mit Brustgurt angeseilt werden, in allen anderen
Fällen ist es Ermessenssache. Mit Brustgurt liegt man auf der sicheren Seite, ohne hat man
mehr Bewegungsfreiheit.
Notwendige Kenntnisse:
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Der übliche Anseilknoten ist der gesteckte Achter in Tropfenform. Man beginnt mit einem halben
Knoten, wobei man das freie Ende ausreichend lang lässt (ca. 40-50cm).
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Das freie Ende wird parallel zur Anseilschlaufe in den Gurt eingefädelt. Ob man oben oder
unten beginnt ist dabei egal.
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Nun wird der Achterknoten zu Ende geknüpft. Wichtig ist, daß das Seil im Knoten immer
parallel läuft. Insbesondere müssen die in den Knoten hinein- und hinauslaufenden Enden
jeweils nebeneinander liegen. Je sauberer der Knoten geknüpft wird, desto leichter lässt
er sich nach Belastung wieder lösen.
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Der fertige Achter. Das freie Ende sollte mindestens eine Handbreit aus dem Knoten herausschauen.
Der Knoten wird an allen vier Enden festgezogen.
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Oft sieht man auch, daß der Achter direkt in die Anseilschlaufe geknüpft wird. Das hat den
Vorteil, daß sich der Gurt nicht so schnell aufscheuert. Andererseits befindet sich ein
weiteres Glied (die Anseilschlaufe) in der Sicherungskette. Welche Variante man letztendlich
bevorzugt, ist Geschmackssache.
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Fertig eingebunden in der Anseilschlaufe.
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